
2026
Unabhängige Atommüll-Lagerungs-Initiative (amnd.eu)
Verantwortung kennt keine Grenzen – und endet nicht mit einer Legislaturperiode
Seit 1960 wird Kernenergie genutzt. Doch bis heute fehlt vielerorts eine dauerhaft überzeugende, gesellschaftlich breit getragene und grenzüberschreitend gedachte Lösung für den Umgang mit hochradioaktiven Abfällen.
Das muss sich ändern.
Wir gründen deshalb im Jahr 2026 die Unabhängige Atommüll-Lagerungs-Initiative ( amnd.eu) .
Unsere Initiative richtet sich nicht gegen Kernkraft und nicht pauschal gegen einzelne Staaten, Unternehmen oder politische Parteien.
Sie richtet sich gegen etwas anderes:
gegen ungeordnete Lösungen, gegen Stückwerk, gegen Entscheidungen über die Köpfe der betroffenen Regionen hinweg und gegen das Verschieben von Verantwortung auf kommende Generationen.
Atommüll macht an Landesgrenzen nicht halt. Seine Gefahren richten sich nicht nach Wahlperioden, politischen Mehrheiten oder wirtschaftlichen Interessen. Was über Jahrtausende sicher verwahrt werden muss, verlangt Entscheidungen, die weiter reichen als bis zur nächsten Wahl.
Deshalb brauchen wir eine unabhängige, europäisch und grenzüberschreitend denkende Initiative.
Eine Initiative, die politisch unabhängig arbeitet.
Eine Initiative, die wirtschaftlichen Einzelinteressen nicht verpflichtet ist.
Eine Initiative, die wissenschaftliche und technische Kompetenz mit den Erfahrungen und berechtigten Interessen der Menschen in den betroffenen Regionen verbindet.
Eine Initiative, die Bürgerinnen und Bürger nicht erst informiert, wenn Entscheidungen bereits gefallen sind, sondern sie von Anfang an beteiligt.
Unsere Grundsätze
Wir wollen keine Angst schüren.
Wir wollen Verantwortung übernehmen.
Wir wollen keine ideologischen Grabenkämpfe zwischen Befürwortern und Gegnern der Kernenergie. Die radioaktiven Abfälle existieren bereits. Unabhängig davon, wie Europa künftig über Kernenergie entscheidet, bleibt die gemeinsame Aufgabe, mit diesen Hinterlassenschaften verantwortungsvoll umzugehen.
Wir fordern deshalb:
- transparente und wissenschaftlich nachvollziehbare Kriterien für Zwischen- und Endlagerung,
- echte Beteiligung der betroffenen Regionen und ihrer Bevölkerung,
- unabhängige wissenschaftliche Begleitung und Kontrolle,
- größtmögliche Unabhängigkeit von parteipolitischen und wirtschaftlichen Interessen,
- grenzüberschreitende Zusammenarbeit statt nationaler Insellösungen,
- öffentlich nachvollziehbare Entscheidungen und langfristige Sicherheitskonzepte,
- Verantwortung für Transport, Zwischenlagerung, Endlagerung und Überwachung als zusammenhängende Aufgabe,
- und eine europäische Perspektive, die nicht an Staats- oder Ländergrenzen endet.
Wir laufen der Entwicklung nicht länger hinterher
Zu lange wurde vertagt, verwaltet und in einzelnen Zuständigkeiten gedacht.
Doch unsere Kinder, Enkel und die Generationen nach ihnen werden mit den Entscheidungen leben müssen, die wir heute treffen – oder mit den Entscheidungen, die wir heute nicht treffen.
Unsere Welt braucht eine gemeinsame Lösung und kein Stückwerk.
Wir wollen deshalb Menschen zusammenbringen: Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ingenieurinnen und Ingenieure, Kommunen und Regionen, Fachleute aus Sicherheits- und Umweltbereichen sowie alle, die bereit sind, sachlich und unabhängig an einer tragfähigen Lösung mitzuwirken.
Dabei soll keine Region zum bloßen Empfänger einer bereits getroffenen Entscheidung werden.
Wer Verantwortung tragen soll, muss mitentscheiden können.
Unser Anspruch
Die Unabhängige Atommüll-Lagerungs-Initiative soll keine weitere politische Bühne werden.
Sie soll ein Ort der Kompetenz, Transparenz und Bürgernähe sein.
Wir wollen Fragen stellen, auch wenn sie unbequem sind.
Wir wollen Lösungen prüfen, auch wenn sie bisherigen Vorstellungen widersprechen.
Wir wollen über Grenzen hinweg miteinander sprechen, bevor andere über betroffene Regionen entscheiden.
Und wir wollen deutlich machen:
Atommüll ist keine Aufgabe einer Partei.
Keine Aufgabe eines einzelnen Landes.
Keine Aufgabe einer einzelnen Generation.
Es ist eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung.
Unsere Einladung
Wir laden Menschen, Gemeinden, Regionen, Wissenschaft und Fachwelt aus Deutschland und Europa ein, sich an diesem Aufbau zu beteiligen.
Nicht gegen etwas.
Sondern für Verantwortung.
Für Sicherheit.
Für Transparenz.
Für Mitsprache.
Für eine gemeinsame europäische Lösung.
Wir wollen nicht weitere Jahrzehnte darauf warten, dass irgendwann irgendjemand eine Lösung findet.
Es wird Zeit, gemeinsam zu handeln.
Unabhängige Atommüll-Lagerungs-Initiative
Unabhängig. Bürgernah. Wissenschaftlich. Grenzüberschreitend.
Für eine Lösung, die länger hält als unsere politischen Amtszeiten – weil ihre Verantwortung länger reicht als unser eigenes Leben.

Endlager Morsleben 2026